Aktuelle Studie stützt HEBO-Pädagogik: eine gute Schülerbetreuung ist besser als jede Nachhilfe

Neues Jahr, neue Runde, alles soll nun anders werden. Denn es geht um viel; die Empfehlung für die gewünschte weiterführende Schule, der erfolgreiche Abschluss, die Versetzung in die nächste Klasse, die Zukunft meines Kindes. Und damit nichts schief geht, ist die Nachhilfe schon gebucht, oder zumindest eingeplant. Aber ist die Nachhilfe der richtige Weg?

Schule und Eltern besser als jede Nachhilfe

Vorab, es gibt sicherlich sehr gute und zielführende ausschulische Unterstützung und sicher gibt es eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern, die durch die Nachhilfe in ihrem Sorgenfach endlich wieder „Land sehen“. Interessant ist aber auch, dass einer aktuellen Bertelsmann-Studie zur Folge, der Erfolg durch die Inanspruchnahme von Nachhilfe keinesfalls automatisch gegeben ist. „Die beiden jüngsten deutschen Untersuchungen zur Effektivität von Nachhilfeunterricht in Grundschulen und in der Eingangsphase der weiterführenden Schulen belegen keine gesteigerte Kompetenzentwicklung“  so ein Fazit der Studie. Eine erstaunliche Erkenntnis, vor allem im Hinblick auf die mitunter hohen Summen die hier aufgewendet werden müssen. So hält auch Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbandes, in einem aktuellen Spiegelinterview die Inanspruchnahme von Nachhilfe bei schlechten Noten nicht automatisch für geboten. Vielmehr sei es Aufgabe der Schule und der Eltern nach den Ursachen für schlechte Leistungen zu suchen. So liege ein Leistungsabfall auch nicht zwangsläufig an fachlichen Schwierigkeiten, sondern nicht selten auch in anderen (z.B. sozialen, methodischen oder psychologischen) Bereichen.

Individuelle Betreuung an staatlichen Gymnasien schwierig bis unmöglich

Daraus entsteht sehr wohl der Bedarf an zusätzlicher, nicht aber unbedingt an fachlicher Förderung. Schaut man sich die das Pensum an, welchem Schüler grade an weiterführenden Schulen ausgesetzt sind, verwundert es nicht, dass die Zahl der ärztlichen Vorstellungen wegen psychischer Probleme bei Schülern in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Das Landesinstitut für Gesundheit in NRW weist zwischen 2000 und 2008 eine z.T. sehr starke Zunahme solcher Leiden aus. So nahm beispielsweise die Vorstellung wegen depressiver Episoden im o.g. Zeitraum um 16% zu. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig und lassen sich nicht in wenigen  Sätzen zusammenfassen. Schule kommt in diesem Kontext aber eine sehr wichtige Rolle in der Erkennung von Warnzeichen und der Bearbeitung solcher Schwierigkeiten zu.  Leider erschwert auch die hohe Arbeitslast an vielen Schulen den unterrichtenden Lehrern ein zielgerichtetes sozialpädagogisches Arbeiten in diesem Sinne. So liegt die durchschnittliche Klassenstärke laut Ministerium für Schule und Weiterbildung an Gymnasien bei 27 Schülern je Klasse, eine wirklich individuelle Betreuung unabhängig vom notwendigen inhaltlichen Schwerpunkt ist für die Kolleginnen und Kollegen so mindestens schwierig, wenn nicht unmöglich.

HEBO führt Schüler durch enge Betreuung zu schulischem Erfolg

Die Pädagogik an der HEBO Privatschule soll genau diesen Punkten Rechnung tragen. Durch die Strukturierung in sehr kleinen Klassen und einer großen Anzahl von unterstützenden Personen (z.B. der Schulpsychologen oder der pädagogischen Leitung) ist es das Ziel, die Schülerinnen und Schüler insgesamt möglichst intensiv und individuell zu begleiten. Manchmal reicht schon der zusätzliche Förderunterricht aus um die Schwierigkeiten in einem Fach erfolgreich zu bewältigen und tatsächlich ist auch partielle Nachhilfe mitunter wichtig und hilfreich. Gravierende schulische Probleme aber unter isolierter Zuhilfenahme von Nachhilfe lösen zu können, scheint eher sehr unwahrscheinlich.  Nach unserer Erfahrung führt in den meisten Fällen eine interdisziplinäre Unterstützung in Absprache mit Eltern, Betreuern und Lehrern zum (schulischen) Erfolg. Den Schülerinnen und Schülern muss die Möglichkeit gegeben werden an ihren individuellen Stärken und Schwächen in einem gut strukturierten System zu arbeiten – Eine gute Schule schafft für ihre Schülerinnen und Schüler so die Möglichkeit persönliche und schulische Ziele erfolgreich zu erreichen.

Quellen:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Ministerium/Service/Schulstatistik/Amtliche-Schuldaten/Quantita_2015.pdf

https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Nachhilfeunterricht_in_Deutschland_160127.pdf

http://www.spiegel.de/schulspiegel/erfolg-im-beruf-josef-kraus-verraet-wie-wichtig-gute-noten-sind-a-1109663.html

https://www.lzg.nrw.de/_media/pdf/gesundheitberichtedaten/nrw-kurz-und-informativ/Psychische-Krankheiten-Kinder.pdf